Lexikon

Porto Anbieter im Vergleich

DHL, Hermes, DPD, GLS und UPS

Welcher Versandanbieter bietet das beste Porto? Eine pauschale Antwort gibt es nicht, denn die günstigste Option hängt immer vom konkreten Paket ab: Gewicht, Maße, Zielort und gewünschte Zusatzleistungen entscheiden darüber, wer im Einzelfall vorne liegt.

Die fünf großen Paketdienstleister in Deutschland berechnen ihre Preise nach unterschiedlichen Logiken. DHL staffelt hauptsächlich nach Gewicht, während Hermes, DPD und GLS die Summe aus längster und kürzester Seite als Maßstab nehmen. UPS arbeitet mit dem sogenannten Volumengewicht. Das bedeutet, dass ein leichtes, aber sperrig verpacktes Paket bei einem Anbieter teurer sein kann als bei einem anderen, obwohl es kaum wiegt.

Wer regelmäßig versendet, kommt nicht darum herum, die Tarife der einzelnen Anbieter zu kennen und bei Bedarf zu wechseln. Alle großen Anbieter haben 2026 die Tarife erhöht. Ein Vergleich lohnt sich deshalb mehr denn je.

DHL

DHL ist der marktführende Paketdienst in Deutschland und gehört zur Deutschen Post. Das Filialnetz ist das dichteste im Land, Packstationen sind flächendeckend verfügbar und die Sendungsverfolgung gilt als zuverlässig.

Große, leichte Pakete lassen sich am besten über DHL verschicken. Die Standardhaftung liegt bei 500 Euro pro Sendung und ist damit solide. DHL ist jedoch in den vergangenen Jahren einer der teuersten Anbieter im Vergleich geworden, besonders bei kleineren Paketen.

DHL hat seit April 2025 bei falscher Gewichts- oder Maßangabe beim Kleinpaket aktiv Korrekturgebühren eingeführt. Für Geschäftskunden wurde 2025 zudem eine Monatspauschale eingeführt, die bei geringem Sendungsvolumen den effektiven Stückpreis erhöht. Wer wenig versendet, zahlt damit unter dem Strich mehr als bei der Konkurrenz.

Pakete außerhalb der EU lassen sich am zuverlässigsten mit DHL verschicken, da Hermes, DPD und GLS diesen Service für Privatkunden nicht anbieten. Für den internationalen Versand ist DHL damit oft die einzige praktikable Option.

Hermes

Hermes ist vor allem bei privaten Versendern und kleineren Online-Händlern beliebt. Im Preisvergleich liegt Hermes bei Standardpaketen im mittleren Bereich, bei kleineren Sendungen und Päckchen zählt Hermes zu den günstigeren Anbietern.

Die Standardhaftung beim Hermes-Päckchen liegt bei lediglich 50 Euro, beim Paket bei 500 Euro. Wer wertvollere Waren versendet, sollte das beim Päckchen im Blick behalten und gegebenenfalls zum Paketprodukt wechseln.

Hermes hat zum 2. März 2026 die Preise für Päckchen und S-Pakete im Inland sowie für EU-Sendungen erhöht, die größeren Paketklassen blieben unverändert. Wer bei Hermes versendet, sollte die aktuellen Tarife regelmäßig prüfen.

DPD

DPD ist bei vielen gewerblichen Versendern eine beliebte Wahl, wenn es um ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis geht. Im direkten Vergleich liegt DPD beim Porto für Standardpakete unter dem Niveau von DHL und Hermes.

Beim Expressversand bietet DPD die beste Auswahl unter den verglichenen Anbietern. Wer zeitkritische Sendungen regelmäßig verschickt, findet bei DPD die meisten Optionen. Die Standardhaftung liegt bei 520 Euro und ist damit ähnlich wie bei DHL.

Händler mit hohem Kleinpaketanteil berichten von deutlichen Preissteigerungen bei DHL und wechseln deshalb zu GLS oder DPD, die in dieser Gewichtsklasse günstiger sein können. Allerdings bieten beide kein direkt vergleichbares Kleinpaketprodukt mit Briefkastenzustellung wie DHL.

GLS

GLS ist ein starker Anbieter im deutschen Paketmarkt, besonders für gewerbliche Versender interessant. Im Preisvergleich zählt GLS zusammen mit DPD zu den günstigsten Anbietern bei Standardpaketen.

Kleine, schwere Pakete mit einem Wert über 50 Euro lassen sich mit GLS preiswert verschicken. Die Standardhaftung ist mit 750 Euro die höchste unter den verglichenen Anbietern. Das macht GLS für wertvollere Sendungen besonders attraktiv, ohne dass eine zusätzliche Versicherung nötig wird.

GLS ist in 23 EU-Ländern sowie in den USA und Kanada aktiv. Wer regelmäßig in diese Märkte versendet, findet bei GLS ein gut ausgebautes Netz zu wettbewerbsfähigen Konditionen.

UPS

UPS positioniert sich grundlegend anders als die übrigen Anbieter. UPS versteht sich vorwiegend als Express-Zusteller, sodass die Preise nicht direkt mit den typischen Versandformaten von DHL und Co. vergleichbar sind. Standardisierte Paketprodukte wie bei Hermes oder DPD sucht man bei UPS vergeblich.

Im Preisvergleich ist UPS bei normalen Paketen einer der teuersten Anbieter. Dafür bietet UPS Leistungen, die andere nicht haben: UPS ist das einzige Unternehmen, das auch Pakete bis zu 70 kg transportiert. International sind GLS und UPS günstiger als DHL, DPD und Hermes.

UPS berücksichtigt zusätzlich das Volumengewicht, wodurch leichte, großvolumige Pakete teurer abgerechnet werden. Wer bei UPS versendet, sollte das bei der Verpackungswahl berücksichtigen.

Welcher Anbieter passt wann?

Kein Anbieter ist in jeder Situation die beste Wahl. Als grobe Orientierung:

  • Günstigstes Porto bei Standardpaketen: DPD und GLS

  • Beste Infrastruktur und Bekanntheit: DHL

  • Expressversand mit den meisten Optionen: DPD und UPS

  • Höchste Standardhaftung: GLS

  • Sehr schwere oder sperrige Sendungen: UPS

  • Internationaler Versand außerhalb der EU: DHL und UPS

Online-Händler sollten mindestens zwei Paketdienste zur Wahl stellen. Kunden können sich dann für jenen Anbieter entscheiden, der sie zuverlässig beliefert. Als Händler können die Versandarten durchaus unterschiedlich bepreist werden, falls für einen Anbieter höhere Kosten entstehen als beim anderen.

Als gewerblicher, regelmäßiger Versender lassen sich individuelle Preise verhandeln, die oft günstiger als die Standardtarife sind. Bei großen Stückzahlen lohnt sich eine direkte Preisvereinbarung mit dem jeweiligen Paketdienst. Versandportale mit Preisvergleich helfen dabei, auch bei kleineren Mengen günstigere Tarife zu finden.

Wie die Verpackung den Portopreis beeinflusst

Ein oft unterschätzter Faktor beim Portovergleich ist die Verpackung selbst. Unnötig große oder schwere Kartons erhöhen Gewicht und Maße einer Sendung und wirken sich damit direkt auf den Paketpreis aus.

Wer bei DHL falsche Gewichts- oder Maßangaben macht, riskiert seit 2025 aktive Korrekturgebühren. Wer seine Waren in passenden, leichten Versandkartons verpackt, hält das Paketgewicht niedrig, vermeidet Nachgebühren und spart langfristig beim Porto. Karton Primus bietet Maxibriefkartons und Großbriefkartons in gängigen Formaten, die für den täglichen E-Commerce-Versand ausgelegt sind.